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Was ist der Unterschied zwischen New Work und Organisationsentwicklung?

Aus der Sicht einer Organisationsentwicklerin

In meiner Arbeit als Organisationsentwicklerin werde ich oft gefragt, ob ich New Work Spezialistin bin. Die Antwort ist „Ja-ein“. New Work ist aus meiner Sicht ein Ansatz, der in der Organisationsentwicklung untergeordnet ist, da er sich auf einige wenige Aspekte der Organisationsentwicklung fokussiert.

Der Begriff „New Work“ ist in den letzten Jahren stark in den Fokus gerückt und bezieht sich auf moderne Arbeitskonzepte, die flexible Arbeitsmodelle, Selbstbestimmung, flache Hierarchien, digitale Technologien und eine stärkere Work-Life-Balance umfassen. Der New Work Ansatz stellt die Mitarbeiter und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt und fördert eine Kultur des Vertrauens und der Eigenverantwortung. Ich bin eher die Person, die den Überblick behält und sagen kann, ob ein New Work Ansatz zielführend ist. Da jedes Unternehmen anders tickt als alle anderen, kann ein New Work Ansatz mehr bringen, wenn man merkt, dass das Unternehmen nicht genug mitarbeiterfokussiert ist, was organisatorische Unruhe kreieren kann, wie hohe Fluktuation, Quiet Quitting (Präsenz zeigen, aber mental abwesend sein), hohe Krankenstände, Misstrauen und so weiter.

Was ist New Work?

New Work umfasst verschiedene Aspekte, die moderne Arbeitswelten prägen:

  1. Flexible Arbeitsmodelle: Dazu gehören Möglichkeiten wie Homeoffice, flexible Arbeitszeiten und ortsunabhängiges Arbeiten. Diese Modelle bieten den Mitarbeitern mehr Freiheiten und können die Produktivität steigern.
  2. Selbstbestimmung: Mitarbeiter haben mehr Autonomie bei der Gestaltung ihrer Arbeitsaufgaben und -zeiten. Dies fördert die Motivation und das Engagement, da die Mitarbeiter stärker in die Gestaltung ihrer Arbeit einbezogen werden.
  3. Flache Hierarchien: Weniger strenge Hierarchien fördern die Mitbestimmung und Entscheidungsfindung auf allen Ebenen. Dies kann die Innovationsfähigkeit und die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöhen.
  4. Digitale Technologien: Der Einsatz von Technologien unterstützt die Flexibilität und Effizienz. Tools für Kommunikation und Zusammenarbeit ermöglichen es Teams, effizienter und ortsunabhängig zu arbeiten.
  5. Work-Life-Balance: Ein stärkerer Fokus auf das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben trägt zur Zufriedenheit und Gesundheit der Mitarbeiter bei. Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Optionen sind zentrale Elemente dieses Ansatzes.

Was sind die Ziele des New Work Ansatzes?

Das Hauptziel von New Work ist es, die Arbeitsumgebung an die Bedürfnisse der Mitarbeiter anzupassen und eine Kultur der Eigenverantwortung zu fördern. Dies kann durch Maßnahmen wie Homeoffice, flexible Arbeitszeiten und agile Arbeitsweisen erreicht werden. Die Idee ist, dass glückliche und zufriedene Mitarbeiter produktiver und engagierter sind, was letztlich dem Unternehmen zugutekommt.

Meine Arbeit als Organisationsentwicklerin

Im Gegensatz dazu konzentriert sich meine Arbeit als Spezialistin für Organisationsentwicklung auf die systematische Analyse und Optimierung von Unternehmensstrukturen und -prozessen. Hier ein Überblick über die zentralen Bereiche meiner Tätigkeit:

  1. Organisatorische Analysen: Untersuchung der aktuellen Strukturen und Prozesse, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Dies beinhaltet die Analyse von Arbeitsabläufen, Kommunikationswegen und der bestehenden Organisationskultur.
  2. Strategische Workshops: Durchführung von Workshops zur Entwicklung und Implementierung von Strategien zur Verbesserung der Teamkohäsion und Effizienz. Diese Workshops zielen darauf ab, die Zusammenarbeit innerhalb der Teams zu stärken und gemeinsame Ziele zu definieren.
  3. Organisationskultur: Eine tiefere Beschäftigung mit der Kultur innerhalb der Organisation, um ein gesundes und produktives Arbeitsumfeld zu schaffen. Dies umfasst Maßnahmen zur Förderung von Offenheit, Vertrauen und Zusammenarbeit.
  4. Führung und Kommunikation: Verbesserung der internen Kommunikationsprozesse und Führungskompetenzen. Effektive Führung und klare Kommunikation sind entscheidend für den Erfolg von Veränderungsprozessen in der Organisation.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Beide Ansätze haben Überschneidungen, insbesondere wenn Elemente von New Work in die Organisationsentwicklung integriert werden, um moderne und anpassungsfähige Arbeitsumgebungen zu schaffen. Jedoch liegt mein Schwerpunkt als Organisationsentwicklerin stärker auf der strukturellen und strategischen Ebene, während New Work sich mehr auf die individuellen Arbeitsbedingungen und die Kultur des Arbeitsplatzes konzentriert.

New Work zielt darauf ab, die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu verbessern, indem es Flexibilität, Selbstbestimmung und technologische Unterstützung bietet. Organisationsentwicklung hingegen betrachtet das Unternehmen als Ganzes und arbeitet an umfassenden Veränderungen, die langfristig die Leistungsfähigkeit und die Kultur der Organisation verbessern sollen.

Zusammenfassung

  • New Work: Der Fokus liegt auf flexiblen Arbeitsmodellen, Selbstbestimmung, modernen Technologien und Work-Life-Balance. Das Ziel ist es, die Arbeitsumgebung an die Bedürfnisse der Mitarbeiter anzupassen und eine Kultur der Eigenverantwortung zu fördern.
  • Meine Arbeit als Organisationsentwicklerin: Der Fokus liegt auf der strukturellen und prozessualen Optimierung von Unternehmen, der Stärkung der Teamkohäsion und der Effizienzsteigerung durch systemische und strategische Workshops. Das Ziel ist es, Unternehmen dabei zu helfen, ihre Organisationsstruktur und -kultur zu verbessern und damit ihre Gesamtleistung zu steigern.
New Work versus Organisationsentwicklung

New Work in der Praxis der Organisationsentwicklung

Während New Work spezifische Ansätze zur Schaffung flexibler und mitarbeiterzentrierter Arbeitsumgebungen bietet, geht die Organisationsentwicklung tiefer und adressiert grundlegende Veränderungen im gesamten Unternehmen. Beide Ansätze können synergetisch wirken, um umfassende Verbesserungen zu erzielen.

Praxisbeispiele für die Integration von New Work in die Organisationsentwicklung

  1. Implementierung flexibler Arbeitsmodelle im Rahmen von Change Management Prozessen: Bei der Einführung flexibler Arbeitsmodelle werden systematische Analysen und Pilotphasen durchgeführt, um sicherzustellen, dass diese Modelle nachhaltig in die Unternehmensstruktur integriert werden können.
  2. Förderung von Selbstbestimmung und Eigenverantwortung: Die Arbeitswelt wird immer schneller und fördert mehr Selbstbestimmung und Eigenverantwortung von Mitarbeitenden. Dies wird durch gezielte Schulungen und Entwicklungsprogramme unterstützt, die Mitarbeiter in ihrer neuen Rolle als selbstbestimmte Akteure stärken.
  3. Einsatz digitaler Technologien zur Unterstützung von New Work Initiativen: Deutschland liegt ganz hinten , wenn es um Digitalisierung geht. Hierbei werden digitale Tools und Plattformen eingeführt, die die Zusammenarbeit und Kommunikation im Unternehmen verbessern, begleitet von Trainings zur optimalen Nutzung dieser Technologien.
  4. Veränderung der Führungskultur: Die Führungskräfte werden in den Prinzipien von New Work geschult, um eine unterstützende und fördernde Rolle einzunehmen. Dies beinhaltet auch die Entwicklung neuer Führungsmodelle, die flachere Hierarchien und eine partizipative Entscheidungsfindung unterstützen.

Herausforderungen und Lösungsansätze

Die Integration von New Work Ansätzen in die Organisationsentwicklung ist nicht ohne Herausforderungen. Es erfordert ein Umdenken auf allen Ebenen des Unternehmens und eine sorgfältige Planung und Umsetzung. Zu den häufigsten Herausforderungen gehören:

  1. Mangelnde Unterstützung durch das Top-Management: Jede Veränderung im Unternehmen, insbesondere die Implementierung von New Work Konzepten, erfordert eine starke und kontinuierliche Unterstützung durch das Top-Management. Ohne diese Unterstützung bleiben die Maßnahmen isoliert und verstärken das Silo-Denken. Dies führt zu einer Verschlechterung der Kommunikation und Kohäsion innerhalb des Unternehmens.
  2. Widerstand gegen Veränderungen: Veränderungen von Arbeitsmodellen und -prozessen können auf Widerstand stoßen, wenn die Beschäftigten nicht frühzeitig in den Veränderungsprozess einbezogen werden. Um diesem zu begegnen, ist eine transparente Kommunikation und die Einbindung der Mitarbeiter in den Veränderungsprozess essenziell.
  3. Technologische Hürden: Die Einführung neuer Technologien kann mit Schwierigkeiten verbunden sein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen einen Vorteil in der Anwendung des Tools sehen, um es nutzen zu wollen. Daher ist es wichtig, den Nutzen für die Mitarbeitenden zu verdeutlichen. Eine gründliche Schulung und Unterstützung der Mitarbeiter ist danach oft notwendig.
  4. Aufrechterhaltung der Unternehmenskultur: Veränderungen müssen so gestaltet werden, dass die bestehende Unternehmenskultur respektiert und gleichzeitig weiterentwickelt wird. Dies erfordert ein sensibles Vorgehen und eine kontinuierliche Überprüfung der Maßnahmen.

Schlussfolgerung

New Work und Organisationsentwicklung sind zwei Ansätze, die sich gegenseitig ergänzen und bereichern können. Während New Work kurzfristige Anpassungen und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen fokussiert, bietet die Organisationsentwicklung einen umfassenderen und langfristigen Ansatz zur Verbesserung der gesamten Unternehmensstruktur und -kultur. Beide Ansätze zusammen ermöglichen es Unternehmen, sich flexibel an die sich ständig verändernden Anforderungen der modernen Arbeitswelt anzupassen und gleichzeitig eine stabile und leistungsfähige Organisationsbasis zu schaffen.

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